Liebe Fans,
ist Bescheidenheit heute noch ein Wert von Bedeutung? Und was genau ist eine Tugend? Wikipedia sagt „Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. … In der Ethik bezeichnet der Begriff eine als wichtig und erstrebenswert geltende Charaktereigenschaft, die eine Person befähigt, das sittlich Gute zu verwirklichen.”
Das sittlich Gute verwirklichen, schön und gut, aber wie weit kommen wir mit Bescheidenheit in einer „Ellenbogengesellschaft“ – übrigens 1982 zum Wort des Jahres gewählt – die von Egoismus, Konkurrenzdenken, Rücksichtslosigkeit und Eigennutz geprägt ist, was Niederschlag findet z.B. in Werbesprüche wie “weil ich es mir wert bin”, “man gönnt sich ja sonst nichts”, „denk an dich“, „ich will alles“, “nicht immer aber immer öfter”?
Jeder Mensch hat natürlich Ziele, Wünsche und Träume, die er erreichen und verwirklichen möchte. Aber man muss nicht wie eine Dampfwalze agieren und alles niederwalzen, was einem im Weg steht, um sie zu realisieren.
Ich denke das höchste Ziel, das man im Leben haben kann ist, glücklich zu sein und sein Glück mit anderen zu teilen, Erfüllung zu finden in dem was man macht, Freunde zu haben, und natürlich ein Auskommen.
Das Glück steckt oft in kleinen Dingen, man muss es nur wahrnehmen. Und hier kommt wieder die Bescheidenheit zum Tragen: wie wunderbar ist eine heiße Tasse Tee an einem kalten Tag, einfach gesund zu sein, sind warme Sonnenstrahlen nach einem langen Winter.
Einfach mal innehalten im Alltag und durchatmen und sich freuen, dass man lebt und dass es einem gut geht. Und wenn es einem gut geht, wie schön ist es dann, etwas davon weiterzugeben. Anderen helfen, sich für etwas engagieren, an das man glaubt.
Ich denke, wir alle haben einen inneren Reichtum, aus dem wir schöpfen und auch andere daran teilhaben lassen können. Etwas zu geben, Materielles, wenn wir es denn besitzen, oder von unserem Herzen, das ist es, was wirklich glücklich macht.
Euer Daniel Küblböck



